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Coroico, Caranavi, Yucumo, Reyes Part 2

  • 4. März 2017
  • 4 Min. Lesezeit

Am nächsten Tag haben mein Freund und ich uns auf die Rückkehr nach Reyes gemacht. Nur haben wir diesmal nicht einfach den Bus runter genommen, sondern die Strecken in Etappen bewältigt.

Zuerst ging es für uns, morgens runter nach La Paz, wo wir direkt zum Terminal gefahren sind, von wo die Busse nach Reyes fahren. Doch hab ich mir gedacht, warum müssen wir denn direkt zurück fahren, wenn es auf der Strecke noch einige hübsche Orte zu sehen gibt! Und da ich noch frei hatte, war es mehr oder weniger beschlossene Sache, dass wir uns zuerst einen Minibus nach Coroico nehmen, anstatt direkt nach Hause zu fahren.

So kam es dann, dass wir gegen Mittag losfuhren und die 1856 m von La Paz (3600m) aus runterfuhren. Dabei passierten wir Regenschauer, Sonnenschein und Schneegestöber, bis wir die death road hinter uns ließen (heute wird die death road nur noch von Fahrradfahrern benutzt, die eine Tour mitmachen)

Und auf einmal in den Tropen waren.

Das kann man sich eigentlich gar nicht vorstellen, innerhalb von zwei Stunden aus der Kälte, in die Tropen zu gelangen!!!

La Paz mit Schneeüberresten

Coroico, Yungas Tropen

Angekommen in Coroico, haben wir unser Gepäck genommen und sind erst mal ne Stunde durch die Kleinstadt gelatscht, auf der Suche nach einem Hotel mit noch freien Plätzen. Das war gar nicht so leicht, da wir immer noch relativ hoch waren, auf knapp 1744 m und uns deswegen die Puste ziemlich schnell ausging.

Irgendwann, haben wir ein Hotel gefunden, lustiger weise, direkt am plaza (Mittelpunkt der Stadt), wo wir ein kleines nettes Zimmer bezogen, mit Blick auf die ganzen Leute auf dem plaza.

Abends sind Hans und ich nochmal losgegangen, um uns ein bisschen die Gegend anzuschauen und uns ein Bild der Stadt zu machen, über welche in La Paz/ El Alto viel geredet wird.

Ich fand es ganz nett da, nur dass man sich fühlt, als wäre La Paz in die Tropen versetzt worden, da die Bauweise noch genau die gleiche war.

Auch war es immer noch relativ kalt und leider hat es sehr viel geregnet, doch dafür, konnten wir tolle Ausblicke auf die Yungas (Berge) werfen und ich hab einige tolle Bilder schießen können!

Nach unserem kleinen Ausflug in die Umgebung sind wir auch wieder zurück, vorbei an einer Quelle, welcher nachgesagt wird, magisch zu sein, an Ausblick Posten, wo wir interessante Yoga Bilder über dem Abgrund machten.

Am plaza haben wir uns dann in ein Restaurant gesetzt, wo ich das Erste mal, seit knapp 8 Monaten wieder richtig leckere, italienische Gerichte essen konnte, weshalb ich mir sogleich Nudeln mit Gorgonzola Soße bestellte und mir den Geschmack auf der Zunge zergehen ließ! (Für mich war das eindeutig ein Highlight, endlich mal wieder eine andere Form von Käse zu vernaschen, anstatt immer nur den gleich schmeckenden.)

Am nächsten Morgen dann hätte ich gerne noch einen Ausflug zu den Wasserfällen gemacht, welche ein Touristenmagnet sind, doch wir hatten leider keine Zeit und mussten schauen, dass wir unser Auto nach Caranavi bekamen, denn zurzeit war die Straße zeitweise gesperrt, sodass man nur einmal am Tag durchgelassen wurde.

Doch zum Glück lief alles glatt, wir stiegen auf die Sitze im Kofferraum des Autos, warteten bis die anderen Passagiere drinnen waren und schon gings los.

Das war vielleicht eine Fahrt, dass kann man sich gar nicht vorstellen, da der Fahrer auf der relativ schmalen Straße um die Kurven heizte und dem Abgrund an der Seite nicht einen einzigen Seitenblick gönnte.

Ich glaube aber, dass es daran lag, noch pünktlich anzukommen, um die Schranke zu passieren und ich muss dem Fahrer da echt meinen Respekt zollen, da er uns, mehr oder weniger sicher und schnell die Strecke runter nach Caranavi brachte, sodass wir nach 4 Stunden da waren. Wofür der Reisebus sonst 8 Stunden brauchte und dazu noch um einiges unsicherer ist.

Ach verdammt, jetzt hab ich ganz vergessen, Euch die Straße zu beschreiben! Vielleicht stellt ihr Euch eine schön asphaltierte zweispurige Straße vor, die sich gemächlich den Berg hinunterschlängelt. Hätte ich gerne! Doch in Wahrheit, ist die Stracke von Coroico runter nach Caranavi eine einzige Modderpiste, welche von Bussen, Autos, LKWs, ALLEM befahren wird. Und dabei ist diese Starße eine einspurige Sand/ Dreck/ Geröll/ Wasser Piste.

Denn oftmals gibt es auf dem Weg kein richtiges Wasser Ableitsystem, sodass die kleinen Wasserfälle, welche die Bergseiten hinunterfließen, direkt auf der Straße landen und sie zeitwiese in eine Rutschpartie am Abgrund verwandeln. Denn neben uns ging es verdammt tief runter, welche schon einigen Fahrzeugen und Insassen das Leben kostete.

Ehrlichgesagt, finde ich es immer ein wenig komisch, wenn davon gesprochen wird, dass die death road, die gefährlichste Straße der Welt nun durch eine sicherere ersetzt wurde.

Ja, Herzlichen Glückwunsch, für diese Strecke hat man vielleicht eine neue, sichere gebaut, doch was ist mit den immer noch vorhandenen death roads, welche dauerhaftbefahren werden?

Naja gut, wie auch immer, ich glaube es war nur so aufregend, weil ich die Strecke mal im Licht sah, da man diese Strecke sonst bei Nacht bewältigt und man dadurch ganz genau verfolgen konnte, wo die Fahrzeuge langfahren.

Dann, in Caranavi angekommen, saßen wir erstmal nur so am Straßenrand und warteten auf einen Bus, der dann nach 1 ½ Stunden kam und uns auch schonzurück, nach Reyes beförderte.

Insgesamt war es ein netter Ausflug, der mir viele Tolle Bilder bescherte! Auch war es preislich genauso teuer, als hätte man einen Bus von La Paz aus genommen, was mich sehr überrascht hat! (nur die Fahrtkosten) Auch war ich froh, den gefährlichen Part der Reise bei tageslicht und in einem Auto zu bewältigen, als bei Nacht mit einem großen Reisebus.

Ansonsten hoffe ich, Euch hat mein Artikel gefallen und wir hören uns beim nächsten mal.

„Weil die Welt sich dreht!“

„Hossa!!!“ (Marvie Hämmer)

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